Museum im Konventbau

Museum im Konventbau

Das Museum im Konventbau ist in den ehemaligen Gästeappartements des Klosters eingerichtet, die bisher nicht zugänglich waren. Auf ihre neue Bestimmung wurden sie durch eine aufwändige Restaurierung vorbereitet – für sich allein schon ein spannendes Thema.

Museum im Konventbau

Im Museum sind zentrale Kapitel der Klostergeschichte in Szene gesetzt. Im Mittelpunkt steht Wiblingens Glanzzeit im Barock. Das Kloster war ein kleiner Staat. Was das bedeutete, wird an klug gewählten Themen anschaulich gemacht: dem Umgang des Abtes mit seinen Untertanen, der Baugeschichte der Abtei, an ihrem Wirtschaften und ihren Finanzen, aber auch am großen Thema Wallfahrten. Sie waren ein wichtiges Bindeglied zwischen den Mönchen und ihren „Schäfchen“. Als roter Faden zieht sich die Spannung zwischen weltlicher Herrschaft und geistlicher Sendung durch die Ausstellung.

Sammelband aus der Wiblinger Klosterbibliothek Siegel des Abts Ulrich Hablützel Älteste erhaltene Wiblinger Grußkarte.

Die Ausstellung zeigt prachtvolle Ornate, Folianten, Karten, Siegel und Dokumente. In allen Räumen animieren Interaktionsstationen und audiovisuelle Präsentationen dazu, individuell auf Spurensuche zu gehen. Der Gang durch die Historie endet mit der Säkularisation, der Aufhebung des Konvents. Danach dienten die Räume erst als Residenz Herzog Heinrichs von Württemberg, ab 1848 als Kaserne.

Bibliothekssaal

Ein Korridor leitet die Besucher weiter zum Bibliothekssaal. Der Korridor ist dem Thema Wissenschaft und Klosterschule gewidmet. Die geistigen Ambitionen der Mönche sind hier in Form faksimilierter Blätter und Bücher greifbar, die aus dem Regal genommen werden dürfen. Wer mag kann sich an einem Schreibpult als Kopist alter Texte versuchen.

Mit dem Bibliothekssaal ist der Glanzpunkt jedes Wiblingen-Besuchs erreicht. Hier bietet ein neu entwickelter Audioguide Besuchern die Möglichkeit, auszuwählen, was sie vor allem interessiert.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook