Monumentales Kloster mit prächtigem Bibliothekssaal

Kloster Wiblingen

KUNSTSINN KOMBINIERT MIT HOHEM WOHNKOMFORT

DIE GÄSTEAPPARTEMENTS

Das Kloster verfügte über repräsentative, geschmackvoll ausgestattete Gästeappartements im Westflügel. Es gab rote, gelbe, grüne und blaue Zimmer mit farblich aufeinander abgestimmten Tapeten, Möbelbezügen und Vorhängen. Höhepunkt der Ausstattung ist der noch original erhaltene Stuck.

Filigranes Stuckrelief in den Gästeappartements; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Schussenried/Wiblingen

Details zeigen die prachtvolle Ausgestaltung.

Angemessene Unterbringung für vornehme Herrschaften

Schon der Ordensgründer Benedikt von Nursia legte in den Ordensregeln fest: „Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus.“ In Wiblingen ist zu sehen, wie barocke Klöster diese Regel im Sinne ihrer Zeit großzügig ausgelegt haben. Die Möblierung der Gästezimmer ist nicht mehr erhalten. Doch geben die filigranen Stuckreliefs und Ornamente an den Wänden und Decken heute noch einen guten Eindruck von der einstigen Pracht der Räume.

Ausstellung im „Museum im Konventbau“; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Schussenried/Wiblingen

Die Appartements wurden zum Museum.

Heute wieder für Gäste zugänglich

Die Gästeappartements entstanden in der ersten Bauphase der barocken Klausur von 1732 bis 1734. Sie befinden sich in den ersten beiden Stockwerken des nördlichen Westflügels der Klausur. Für wichtige Gäste des Klosters standen damit komfortable und sogar heizbare Räume zur Verfügung. Heute nimmt das „Museum im Konventbau“ das zweite Geschoss dieser Gästeappartements ein. Die einst kostbar ausgestatteten Räume sind so wieder den Gästen des Klosters zugänglich.

Josef und das Jesuskind, Teil eines Deckenfreskos in den Gästeappartements; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Schussenried/Wiblingen

Die Heiligen des Klosters zieren die Decken.

Der Stuck zeigt Klostergeschichte

An den Stuckdecken der größeren Räume sind Heilige und historische Personen dargestellt, die in der Klostergeschichte Wiblingens eine wichtige Rolle spielten. Die detailreichen und großfigurigen Reliefs zeigen immer in der Deckenmitte die Hauptperson, umgeben von reichen Ornamenten. Dazu kommen an den Seiten Felder mit Schlüsselszenen aus dem Leben der Dargestellten. Wie in vielen anderen Räumen auch ist in den Gästeappartements die berühmte Kreuzreliquie von Wiblingen ein wichtiges Thema.

Stuckiertes Deckenrelief im nordwestlichen Konventflügel, 18. Jahrhundert; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Für wichtige Gäste war der Stuck figurenreich.

Ein Blick zur Decke genügte

Die Stuckdekorationen enthalten eine Abstufung: In den größeren Räumen für besonders wichtige und vornehme Gäste war der Stuck figurenreich und prächtig, in den kleineren Räumen für Gefolge und Dienerschaft beschränkte sich der Stuck auf einfachere Ornamente. Der gesamte Stuck war einst farbig gefasst. Bei den Restaurierungen der letzten Jahre konnte die ursprüngliche Farbigkeit teilweise wieder hergestellt werden.

TIPP

Besuchen Sie das Museum im Konventbau. Die Klostergeschichte wird hier aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel dargestellt. Interaktive Stationen erwecken die Geschichte zu neuem Leben und laden Sie auf eine individuelle Spurensuche ein.

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