Detail aus dem Deckenfresko im Kapitelsaal von Franz Martin Kuen, 1754

Herrschaftlicher Audienzsaal des Konvents

Der Kapitelsaal

Der Kapitelsaal, herrschaftlicher Audienzsaal und Versammlungsraum, gehört neben dem Bibliothekssaal zu den prächtigen Repräsentationsräumen des Klosters. Er steht für das stolze Herrschaftsbewusstsein des Klosters im 18. Jahrhundert.

Die barocke Fassade des Ostflügels

Fast wie ein Schloss: die verspielte Außenfassade.

Glanzvolle Aussenansicht

Der Kapitelsaal befindet sich im Ostflügel des Konvents. Außen erinnert die Fassade dieses Baus mit dem ausschwingenden Mittelpavillon an ein Schloss. Mit ihrer reichen Gliederung gilt sie als einer der Höhepunkte im Schaffen des Architekten Johann Michael Fischers. Der Kapitelsaal selbst geht, wie der Bibliothekssaal, über zwei Geschosse. Die flach gewölbte Decke schmückt ein Deckenfresko. 

Kreuzübergabe und Klosterstiftung, Deckenfresko von Franz Martin Kuen 1754

In Wiblingen allgegenwärtig - die Kreuzreliquie.

Die Kreuzreliquie als Thema

Hauptschmuck des Saals ist das große Deckenbild, 1754 von Franz Martin Kuen gemalt. Im Mittelpunkt erstrahlt die Kreuzreliquie von Kloster Wiblingen. Die östliche Bildszene zeigt Verehrung des Heiligen Kreuzes nach seiner Wiederauffindung und öffentlichen Aufrichtung, ein Thema, das Januarius Zick für die Deckenfresken in der Klosterkirche ebenfalls gewählt hatte. 

Muldengewölbe mit Deckenfresko im Kapitelsaal von Kloster Wiblingen

Prachtvoll und erhaben wirkt die Saalgestaltung.

Darstellung der Klosterstiftung, Detail des Deckenfreskos im Kapitelsaal

Bildliche Darstellung der Klosterstiftung.

Ein kostbares Geschenk der adeligen Stifter

Gegenüber der Kreuzanbetung übergibt eine Gruppe von weltlichen Herren einen Klosterplan an Benediktinermönche: die Stiftung von Kloster Wiblingen durch die Grafen von Kirchberg im Jahr 1093. Über ihnen thronen als Schutzpatrone der Heilige Benedikt mit seiner Ordensregel und der Heilige Martin, begleitet von einem Engel und einer Gans. Es waren die Grafen von Kirchberg, die damals die Kreuzreliquie ihrem neuen Kloster übergaben: Daher sind sie an einer so prominenten Stelle dargestellt.

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