Donnerstag, 15. Mai 2014

Kloster Wiblingen, Ulm-Wiblingen | Sonstige Veranstaltungen 300 JAHRE BAROCK

Groß gedacht: Vor 300 Jahren, 1714, begann in Wiblingen der Bau des neuen barocken Klosters – ein Mega-Projekt, das nie ganz vollendet wurde. Daran erinnern in diesem Sommer die Staatlichen Schlösser und Gärten mit besonderen Führungen, kleinen Ausstellungen und einem Jubiläumsfest am 15. Juni. Das Jubiläum ist ein guter Anlass, den ambitionierten Klosterbau mit seinem grandiosen Bibliothekssaal und der außergewöhnlichen Kirche zu besuchen.

1714–2014. 300 Jahre Barock. Sommerliches Jubiläumsprogramm in Kloster Wiblingen

Groß gedacht: Vor 300 Jahren, 1714, begann in Wiblingen der Bau des neuen barocken Klosters – ein Mega-Projekt, das nie ganz vollendet wurde. Daran erinnern in diesem Sommer die Staatlichen Schlösser und Gärten mit besonderen Führungen, kleinen Ausstellungen und einem Jubiläumsfest am 15. Juni. Das Jubiläum ist ein guter Anlass, den ambitionierten Klosterbau mit seinem grandiosen Bibliothekssaal und der außergewöhnlichen Kirche zu besuchen.

BAROCKES GROSSPROJEKT
Kein Einzelfall: um 1700 brach ein Bauboom los, prägend für Süddeutschland und in Oberschwaben bis heute ablesbar an den prachtvollen barocken Klöstern und Kirchen. Auch in Wiblingen wurde damals ein Großprojekt gestartet. 1714 begann der Klosterneubau. Obwohl nacheinander vier namhafte Baumeister am Werk waren, blieb das riesige neue Kloster unvollendet – bis ins 20. Jahrhundert. Was damals an barocken Bauten entstand, ist aber so eindrucksvoll, dass es bis heute zu den Meisterwerken der Zeit zählt: Der Bibliothekssaal von Kloster Wiblingen ist weithin berühmt als herausragende Schöpfung der Rokoko-Kunst.

GOTTESDIENST UND FASSANSTICH
Am 25. Mai eröffnet um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst in der Klosterkirche den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen. Beim anschließenden Fassanstich im Kapitelsaal wird ein eigens für diesen Anlass gebrautes Bier vorgestellt: Den Fassanstich nehmen der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, Weihbischof Dr. Johannes Kreidler und Geschäftsführer Andreas Falz von den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gemeinsam vor.

JUBILÄUMSFEST AM 15. JUNI
Zum Fest für alle laden die Staatlichen Schlösser und Gärten in Kloster Wiblingen am 15. Juni ein. An diesem Termin, der zugleich landesweit als Schlosserlebnistag begangen wird, bietet das Kloster Programm von 11.30 Uhr bis 17 Uhr. Für die musikalische Begleitung sorgt der Musikverein Wiblingen, die Rokokotanzgruppe Biberach führt elegante historische Tänze vor, für Kinder werden Mitmachaktionen angeboten – und für die Festbewirtung sorgt der Bürgerausschuss Wiblingen. An diesem Tag beginnen auch die sommerlichen Ausstellungen im Kloster.

FÜHRUNGEN, AUSSTELLUNGEN
Am Jubiläumsfest eröffnen die Staatlichen Schlösser und Gärten zwei kleine Ausstellungen: Ungewöhnlich ist die Präsentation der unvollendeten Fassade des barocken Großbaus – als anschauliches Modell in Legosteinen nachgebaut. Nostalgische Eindrücke bietet die Ausstellung mit historischen Fotografien aus dem Dorf Wiblingen, das sich im Schatten der Klostermauern entwickelte: ein Blick auf das Leben der Wiblinger in früheren Generationen. „Vier Baumeister und kein Ende“ lautet der Titel einer Sonderführung, die die Geschichte des barocken Neubaus sichtbar macht. Sie steht am 22. Juni, am 20 Juli und am 21. September jeweils um 15.30 Uhr auf dem Programm. Mit den heute wenig bekannten Reliquienschätzen der Klosterkirche befasst sich eine weitere neue Führung (Termine: 15. Juni und 14. September, jeweils um 14 Uhr).

DAS GANZE JAHR EIN EINDRUCKSVOLLES ZIEL
Fast 60.000 Besucherinnen und Besucher zieht Kloster Wiblingen jedes Jahr an. Kein Wunder: Der Bibliothekssaal des Klosters vor den Toren der alten Reichsstadt Ulm gilt als eine der gelungensten Raumschöpfungen des Rokoko. Die Klosterkirche erstaunt mit der lichten Weite ihres Raumes: Nichts weniger als einen letzten Höhepunkt der barocken Kirchenbaukunst in Oberschwaben erlebt man, wenn man diesen Kirchenraum betritt. Absolut sehenswert ist das Museum im Konventbau, das die Bedeutung des Klosters – das zugleich Landesherr eines beträchtlichen Territoriums war – für die Menschen in der Umgebung zeigt.

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